Busverbindung der Gemeinden Cham und Knonau hat sich etabliert und soll weiter optimiert werden

Der Betrieb der Busverbindung Cham–Knonau in den letzten vier Jahren verlief äusserst erfolgreich. Für viele Nutzende ist die Linie fester Bestandteil des Fahrplans und die Fahrgastzahlen steigen. Die Gemeinderäte von Cham und Knonau begrüssen die definitive Einführung des Angebots und setzen sich für weitere Verbesserungen ein. Durch die attraktive interkantonale Verkehrsverbindung wurde auch die Zusammenarbeit zwischen den Nachbargemeinden vertieft.

Die direkte, halbstündliche Verbindung zwischen Knonau und Cham, die am 16. Dezember 2019 in Betrieb genommen wurde, entspricht offensichtlich einem Bedürfnis. Die Nachfrage auf der Linie 642 ist 2023 gegenüber 2019 (vor der Verlängerung nach Knonau) um 17 Prozent gestiegen. Die Umsteigeverbindung auf die S5 wird rege genutzt. Auf Grundlage der registrierten Ein- und Ausstiegszahlen pro Haltestelle zogen die beiden Gemeinden eine positive Bilanz. Beim Erfahrungsaustausch dabei waren aus Knonau Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser, Gemeinderat Marcel Bosshart, Gemeindeschreiber Sven Alini, aus Cham Gemeindepräsident Georges Helfenstein, Gemeinderat Drin Alaj, der Abteilungsleiter Verkehr und Sicherheit Antonio Milone und Gemeindeschreiber Alain Bühlmann. Beide Exekutiven sind sich einig, dass das beliebte Angebot weiter Bestand haben soll und unterstützten den definitiven Betrieb.

«Die vorliegenden Resultate sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, dass die Erwartungen absolut erfüllt wurden», sagt der Chamer Vorsteher Verkehr und Sicherheit, Drin Alaj. «Unsere Anstrengungen, die durch eine Motion angestossene Idee umzusetzen, haben sich gelohnt.» Auch der zuständige Knonauer Ressortleiter Tiefbau/Werke anerkennt die erfolgreiche Förderung des öffentlichen Verkehrs: «Von der schnelleren Verbindung mit direkten Anschlüssen an die S-Bahn profitieren beide Gemeinden», sagt Gemeinderat Marcel Bosshart, «und ich bin überzeugt, dass das Bedürfnis noch weiter steigen wird.»

Ausbau und bessere Anschlüsse geplant

Die beiden Gemeinden begrüssen auch die Weiterentwicklung der Busverbindung. Per Dezember 2024 prüft der Kanton Zug Anpassungen am Linienkonzept. So soll inskünftig die Buslinie 648 aus Rotkreuz ab Cham nach Knonau verlängert werden, anstelle der Buslinie 642. Dadurch entsteht eine neue attraktive Verbindung vom Ennetsee ins Säuliamt und nach Zürich.

Die neue Buslinie 648 von Rotkreuz über Cham bis nach Knonau soll im Halbstundentakt von Montag bis Freitag bis 22 Uhr und am Samstag bis 20 Uhr angeboten werden. Die Linie 642 wird dagegen nur noch zwischen Cham und Langacker verkehren. So können in Cham die Anschlüsse an die Stadtbahn wieder alle 15 Minuten erreicht werden. «Dadurch sind unsere Einwohnerinnen und Einwohner vom Langacker und Pfad noch besser in beide Richtungen angebunden», stellt Gemeinderat Drin Alaj mit Befriedigung fest. «Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Kanton und den Zugerland Verkehrsbetrieben konnten wir auch beim bisherigen Betrieb Rückmeldungen aus der Bevölkerung einbringen und Verbesserungen bei der Fahrplangestaltung erreichen.» Auch Gemeinderat Marcel Bosshart freut sich über die gut funktionierende Busverbindung Cham–Knonau: «Diese führt nicht nur die beiden Gemeinden näher zusammen, sondern stärkt auch die regionale Mobilität.»

Massnahmen für Barrierefreiheit

Aufgrund des Bundesgesetzes über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen war es notwendig, auch die Buslinie nach Knonau behindertengerecht zu gestalten. Cham hat dafür unter Kostendruck eine innovative, preisgünstige Methode entwickelt, um gemeindliche Bushaltestellen anzupassen. Knonau steht vor der Herausforderung, die gut funktionierende, aber provisorische Bushaltestelle in eine behindertengerechte, dauerhafte Lösung überzuführen. «Ein solcher Umbau ist mit beachtlichen Kosten verbunden», sagt der Knonauer Gemeinderat Marcel Bosshart. «Wir prüfen deshalb, ob wir diesen so wie die Gemeinde Cham realisieren können, die uns freundlicherweise die technischen Details zur Verfügung stellt.»

Das Quartier Langacker/Pfad erhält bessere Anbindungen nach Cham und nach Knonau. (Bild ZVB)

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